Alicia erzählt

A -Wurf

Der Anfang ist gemacht

Rainer komm mal, so hallte es am 15.Oktober kurz vor Fünf oder besser gesagt um 16:59 Uhr durch unser Haus.

Was ver ee Hektik korz vor Feierobend - Auf die Plätze, Fertig, Los

Also was blieb mir anderes übrig, als den Schreibtisch zu verlassen, das Angebot Angebot sein zu lassen und runter zu Rosi, denn wenn das Weib ruft....” Den ersten haben wir”, so empfing Rosi mich an jenem Mittwoch kruz nachdem sie mit Freya unser Büro verlassen hatte. Ich konnte noch gar nicht begreifen was los ist. “Wie, den ersten haben wir”?

Ei ee Mädsche, och wie goldisch - Damen bekommen den Vortritt

“Na der erste Welpe ist da, kam von ganz allein nachdem ich mit Freya gerade ins Welpenzimmer gegangen war; Sie hat sich so komisch verhalten und wollte unbedingt ins Schlafzimmer” mit diesen Worten brachte Rosi mich langsam in die Realität zurück. Nun fiel es mir wie Schuppen von den Augen, ich war plötzlich wieder klar als Rosi mit einem kleinen, kaum handgroßen Hundebaby vor mir stand und meinte ich soll doch endlich mal aus dem Weg gehen und lieber die Waage anwerfen. Jetzt begriff ich was los war, die Geburt hatte eingesetzt und Freya hat von ganz allein das gemacht, was in so vielen Büchern beschrieben stand, den Welpen zur Welt gebracht, die Fruchthülle aufgerissen, die Nabelschnur getrennt, und den Welpen abgeleckt, bis er zu schreien, oder doch besser gesagt zu quiecken anfing. Das es eine kleine Hündin war welche die Welt im Eiltempo erobert hatte wurde mir erst bewußt als Rosi zum Nagellack griff um ihr eine Markierung in Form von einem roten Farbtupfer auf den Rücken zu machen. Bei 400 Gramm blieb die Anzeige der Waage stehen. Ist das jetzt groß oder eher klein?

Mann geb mer doch de rote Lack - Wieder ein Mädel

Freya kümmerte sich, nachdem die Nummer 1, gewogen und markiert, wieder in die Wurfkiste zurück gesetzt wurde, rührend um die Kleine. Während die Hündin an Freya säugte, leckte diese sie immer wieder. Dieser schöne Anblick wurde abrupt unterbrochen als Freya sich urplötzlich erhob, sich dreht und noch im niedersetzen den zweiten Welpen warf. Wie schon bei der ersten Hündin, blieb uns glücklicherweise nur das zusehen übrig, den Rest erledigte Freya, bis auf das Wiegen und markiern von ganz allein. Mit 340 Gramm war diese Hündin doch um einiges leichter als ihre Schwester und beantwortete mir somit meine Frage nach groß oder klein.

Was sacht die Uhr - Wann ist sie geboren worden

17:55 Uhr war es, eine Stunde war wie im Flug vergangen. Wie lange würde unsere Geduld jetzt bis zum nächsten Welpen auf die Probe gestellt. Doch eh wir uns versahen, die zwei Hündinnen waren gerade am säugen, kündigte sich mit unruhigen Bewegungen bei Freya der dritte Welpe an. Schnell den Telefonhörer aus der Hand gelegt, die Lifeschaltung zu Edith Thomassen nach Nordhorn wurde um geraume Zeit vertagt.

Guck e mol Mann, was is der dick Mann - Der größte ist da

460 Gramm brachte der erste Rüde auf die Waage als er um 18:14 Uhr knapp 20 Minuten nach seiner Schwester die Welt bevölkerte. Der gleiche Ort, das gleiche Spiel. Wie routiniert Freya die Aufgabe löste, das versetzte uns ins Staunen. Werfen, auspacken, abnabeln,reinigen all das lief nun schon ab wie am Schnürrchen und ehe wir uns versahen kam um 18:44 der nächste Rüde gesund auf die Welt.

Wie werd des noch weider laafe - Unentschieden 2:2

Ich dacht noch an Ediths Worte als diese mir am Telefon sagte Syenvenner Damen werfen immer viel ich rechne so mit 11 bei eurer Freya. als um 18:55 Uhr die Rüden mit 3:2 in Führung gingen.Nach einer kurzen Erholungspause von knapp 30 Minuten warf Freya mit ihrem sechsten Welpen wieder eine Hündin, die somit das Gleichgewicht bei den Geschlechtern wieder herstellte.

Leck Mädsche leck - Puh das war aufregend

Um 20:25 Uhr trat dann dass ein worauf wir eigentlich nicht gewartet hatten, die Geburt der vierten Hündin verlief eigentlich normal wie die vorhergehenden auch. Doch irgend etwas war anders, die Kleine zeigte kaum Regung und Freya leckte wesentlich intensiver als vorher. Erst als Rosi der kleinen Hündin das Mäulchen säuberte und ebenfalls mit dem Handtuch den kleinen fast reglosen Körper massierte begann die Kleine zu zucken und zu viepen, erst ganz schwach aber dann immer stärker und lauter. Geschafft, Freya schien erleichtert und uns lief der Schweiß der Erlösung von der Stirn. Das Kleine Mädel wog nur 310 Gramm und war damit die schmächtigste aus dem ganzen Wurf.

Ei wie lang daueret des dann noch - Bleibt ganz ruhig

Bewegt sie und gebt ihr dann die ...Tropfen alle viertel Stunde, das wird wirken. Diesen Rat gab uns unsere Geburtshelferin Edith am anderen Ende der Leitung in Nordhorn, als sich nach fast anderthalb Stunden Wehen nichts zu rühren schien. Freya war unruhig und preßte und drehte sich immer wieder ruhelos im Kreis. Sollte der bis dahin tolle Verlauf der ersten Trächtigkeit noch von einem traurigen Ereignis überschattet werden, diese Gedanken schossen mir durch den Kopf, auch Rosi blickte nicht so zuversichtlich drein wie die ganze Zeit vorher. Auch ihr gutes Zureden zu Freya schien nicht den gewünschten Erfolg zu zeigen. Ich sah vorsichtshalber zum drittenmal nach ob die Rufnummer von Dok Blendinger immer noch auf dem gleichen Fleck lag, als mich das erlösende “ Na Also, toll gemacht Freya” aus meinen dunklen Gedanken riß. Es war geschafft, die 380 Gramm schwere Hündin war von Freya im Stehen auf die Welt gebracht worden. Und wenn Rosi sie nicht geistesgegenwärtig ergriffen hätte, wäre mir veranschaulicht worden warum es beim Hund eigentlich werfen heißt.

is Schluss oder kimmt noch ebbes - Das lange Warten

Als dann um 22:42 Uhr der vierte Rüde wieder problemlos mit einem Gewicht von 400 Gramm geboren wurde, begann für uns alle das lange Warten und die Ungewissheit ob noch ein weiterer Welpe kommt, denn die von Edith vorausgesagten 11 Welpen waren ja noch nicht erreicht. Freya war mit der Versorgung ihrer Welpen beschäftigt und kam langsam zur Ruhe. Es war vollbracht - Freya, Rosi, Rainer und die neun Welpen vom Ewigsborn sowie Edith in Nordhorn hatten alles gut und glücklicherweise ohne Probleme überstanden.

Mir fehle di Wort defür, des is afach unbeschreiblisch - Ende gut alles gut

Freya hat es vollbracht - alles vorher gelesene, gehörte, wenn und aber, was kann passieren, wird alles gut laufen - war vergessen. Es lief bis hierher alles glatt. Ein toller Abend verging so schnell, das Erlebte musste erst einmal begriffen und verarbeitet werden. Es ist ein tolles, einmaliges Erlebnis erleben zu dürfen wie eine gesunde Hündin ebenso gesunde Welpen zur Welt bringt und dies mit einer Selbstverständlichkeit als wenn sie niemals etwas anderes getan hatte. Dieses Glücksgefühl bescherte uns eine schlaflose Nacht, welche wir aber nicht missen möchten. 

Ei wo issen die Zeit geblibbe - Die Abgabe naht

Die Welpen haben sich sehr gut entwickelt, Freya hat Ihre Mutterrolle toll ausgefüllt, Iben war total lieb zu den Welpen, wir hatten unseren Spaß mit Ihnen, nun heißt es Abschied nehmen. Es wird uns nicht leicht fallen die Welpen abzugeben, einzig der Trost, dass wir gute Menschen gefunden haben zu denen die Kleine nun kommen, läßt uns den Abschied etwas leichter erscheinen.

Mer kennte heule, aber es war doch schee - Der Abschied fällt schwer

Wir wünschen allen unseren Welpen, dass wir das richtige Händchen gehabt hatten als wir die neuen Partner für sie ausgesucht haben und diese in Zukunft auch all das umsetzten werden, worüber wir bei den zahlreichen Besuchen mit Ihnen gesprochen haben. Wir übergeben die Welpen aus unserem A Wurf mit einem gutem Gefühl an die neuen Besitzer und werden die Entwicklung der Welpen auch weiterhin im Auge behalten und unsere Besucher auf den nachfolgenden Seiten darüber informieren. Eines ist für uns sicher, die neuen Besitzer werden bestimmt genau soviel Freude und Spaß mit diesen tollen, sicheren und aufgeweckten Welpen haben, wie wir es in den hinter uns liegenden 8 Wochen hatten. Es war eine aufregende, anstrengende und zum Teil auch hektische Zeit die nun hinter uns liegt, es waren  aber auch sehr schöne und erfahrungsreiche Wochen die wir nicht missen möchten.

Wir sind uns schon heute darüber einig, dass dies nicht der letzte Wurf vom Ewigsborn war.