Alicia erzählt

In unserer Familie leben zur Zeit, vier  Golden Retriever und zwar:

 

Freya - Freya ist unsere sechsjährige Hündin, welche im Oktober 2003 und im Dezember 2005 ihren zweiten Wurf bekommen hat und somit zur Stammmutter unseres Ewigsborn - Zwinger geworden ist.

Iben - Iben ist unsere fünf Jahre alte junge Dame, welche sich aber oft immer nicht wie eine Dame benimmt.

Alicia - Alicia ist unser zweitjüngstes Familienmitglied, nun zwei Jahre jung. Sie stammt aus unserem A Wurf und hat sich prächtig in unsere Familie eingelebt.

Bea - Bea ist unser jüngster Sproß aus dem B-Wurf und gerade debei sich in das Rudel zu integrieren.

Außerdem gewähren wir, zumindest tagsüber, dem mitlerweilen nicht mehr ganz so kleinen Rüden mit dem Namen Anouk, Asyl. Dieser Rüde aus dem A-Wurf gehört unserer Tochter Melanie, welche auch in unserer Firma arbeitet.

Uff de Hund gekomme - So ist der Hund zu uns ins Haus gekommen

Der Wunsch einen Hund zu besitzen liegt bei uns schon einige Jahrzehnte zurück und wurde Wirklichkeit, als unsere beiden Kinder Melanie und Thorsten dem Kinderalter entwachsen waren und begannen auf eigenen Füßen zu stehen. Das war der Zeitpunkt an dem wir, oder besser gesagt Rosi feststellte, dass nun ausreichend Zeit vorhanden ist um sich vernünftig um einen Hund zu kümmern.

Ei horsch emol, was nemme dan feer aner - Welche Rasse sollte es den seien

Bei der Rasse, die ins Haus kommen sollte, mussten wir keine langen Überlegungen anstellen, denn bereits 1977 lernten wir bei einem Urlaub in Dänemark Björn kennen. Einen Golden Retriever Rüden, der uns schon damals mit seinem tollen Wesen begeisterte. Dementsprechend lag es für uns nahe, dass wir bei der Auswahl des Zwingers in Dänemark fündig werden sollten. Nach längerer Suche stießen wir auf den Kennel der Golden Retriever af Bangsbostrand in Frederikshavn, dessen Besitzerin Frau Inge Olsen uns nach über einem Jahr Wartezeit, den lange gehegten Wunsch nach einem Golden Retriever erfüllen konnte. So kam unser erster Golden Rüde Dobby 1993 zu uns ins Haus.

1995, zwei Jahre später kam dann unsere erste Hündin Lady Victorya af Bangsbostrand in unsere Familie. Im Alter von vier Jahren diagnostizierte unser Tierarzt eine unheilbare Blutkrankheit bei unserer Lady, welche letztlich dann leider nach viel zu kurzer Zeit und trotzt liebevoller Bemühungen des Tierarztes Dr. Wendel aus Mannheim viel zu schnell die endgültige Trennung von unserer Lady bedeutete. Nach dieser bitteren Erfahrung stand für uns der Entschluss fest, es kommt nie mehr ein Hund ins Haus.

Nix gibts mer - Sag niemals nie

Dieser Ausdruck bewahrheitete sich glücklicher Weise für uns anläßlich einer Geschäfstsreise die uns nach Neuenhaus in die Nähe von Holland führte. Nachdem es am Morgen im dortigem Hotel kein Frühstück gab, wir waren die einzigen Gäste und wurden wohl einfach vergessen, suchten wir im nahegelegenen Nordhorn, am frühen Morgen hungrig und schlecht gelaunt nach einem Cafe in welchem wir unseren Morgenkaffee zu uns nehmen wollten. Unsere schlechte Laune legte sich schlagartig als wir am Marktplatz in Nordhorn auf eine junge Frau mit Ihrem 12 Wochen jungen Golden Retriever Welpen trafen. Dieser kleine Welpe hatte ein solch fröhliches und liebes Wesen und strahlte eine Sicherheit aus, die nicht nur uns sondern auch unserem Dobby gefiehl. Ab diesem Augenblick war unser Entschluß nie mehr einen Hund aufzunehmen vergessen. Der Kontakt mit der in Nordhorn beheimateten Züchterin des Welpen, Frau Edith Thomassen, wurde noch am gleichen Tag hergestellt, die Geschäftsreise kurzer Hand um einen Tag verlängert und ein Besuch am gleichen Nachmittag vereinbart.

Ei wart emool e bisssche - Man muss auch Geduld haben können

Der Besuch glich eher einem Verhör, wir wurden auf Herz und Nieren geprüft und wurden dann mit dem Wissen nach Hause geschickt, das zwar in kürze eine Hündin belegt werden sollte, aber das die Welpen praktisch schon alle vergeben wären. Stur wie wir Hessen nun einmal sind, ließen wir uns aber davon nicht beeindrucken, es wurde telefonisch Kontakt gehalten und als die Welpen da waren, ein neuer Termin vereinbart. Was wir bei unserem zweiten Besuch sahen, bestätigte unsere Entscheidung. Wenn einen Welpen, dann einen von Frau Thomassen, die Aufopferung und die Liebe mit der sie die kleinen Welpen aufzog, vermittelte uns das Gefühl, dass es nur einer dieser Welpen sein konnte. Und dann unzählige Tage später wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, nach unendlich langer Wartezeit erhielten wir von Frau Thomassen die ersehnte Nachricht, “ Sie dürfen” einen Hund von mir bekommen. Im Januar 2000 war es dann soweit Freya vom Syenvenn zog in unser Haus ein.

Do hammer uns aber geeärt - Irren ist menschlich

Eigentlich waren wir der Meinung, dass wir auch unserem Rüden damit eine Freude gemacht hätten. Aber wie groß war unsere Entäuschung, als wir feststellen mussten, dass Dobby die kleine Freya regelrecht  ignorierte und alle ihre charmanten Versuche ihn zum Spielen und Toben aufzufordern ohne Erfolg blieben. Somit reifte bei uns langsam der Entschluss - wir bemühen uns wieder bei Frau Thomassen um eine kleine junge Hündin - welche dann zusammen mit Freya aufwachsen sollte.

Ei die Sprengers ham jo en vochell - Bei denen tickt es nicht richtig

Auch bei Edith Thomassen stieß unser Wunsch nicht auf taube Ohren, sie bestärkte uns bei unserem Vorhaben eine weitere Hündin in unsere Familie aufzunehmen und so dauerte es nicht lange bis Iben vom Syenvenn uns den Alltag verkürzte und die Meinung unserer Nachbarn das wir nicht nur Hunde sondern auch nen Vogel hätten stark bekräftigt wurde. Aber was stören uns die Gedanken anderer, unsere Freya lebte durch die kleine Iben richtig auf und zeigte mit ihrem Verhalten der Kleinen gegenüber, das sie bestimmt einmal eine gute Mutter werden sollte.